
Ein
Diskurs ist mehr als eine Unterhaltung und anderes als eine Diskussion.
Diskurse finden überall dort statt, wo Menschen mit einander
interagieren. Sie beruhen auf Wertannahmen, Zielen und impliziten
Spielregeln und drücken sich in den unterschiedlichsten Formen
sprachlichen und nichtsprachlichen Verhaltens aus. Nur zu oft
gerät das eigentliche Ziel aus den Augen, verfängt sich in
der Eigenlogik von Strukturen, wird betriebsblind.
Hier bieten gezielte und moderierte Diskursimpulse einen Ausweg.
Diskurse können so kanalisiert werden, dass sie Ursachen für
strukturelle Probleme offenbaren, eine Rückbesinnung auf geteilte
Grundüberzeugung ermöglichen und dem persönlichen wie
organisationalen Selbstverständnis neue Dimensionen
hinzufügen. Möglichkeiten der Steuerung liegen dabei neben
den klassischen methodischen Instrumenten der Moderation und Mediation
in der durchdachten Verkoppelung von inspirierender Begegnung und
innovativer (digitaler) Medienumgebungen.
Gruppendynamiken, interne Hierarchien und unterschiedliche Sprachebenen
bestimmen dabei die soziale Interaktion mit. Sie in den Prozess zu
integrieren, ermöglicht den Schritt von der oft end- und
ergebnislosen Diskussion hin zum reflektierten und konsensorientierten
Diskurs.
Der besondere Fokus von klugekonzepte
zielt vor diesem Hintergrund darauf, selbst in ethisch aufgeladenen
Fragen und unter begrenzten zeitlichen Vorgaben die Diskursgemeinschaft
so durch den Vermittlungsprozess zu führen, dass im Ergebnis ein
für alle gleichermaßen nutzbares Wissen und Können
entsteht.
